METHODE / TRENDS VERSTEHEN
Trendanalyse
Eine einzelne Entwicklung untersuchen und ihre Bedeutung nachvollziehbar beschreiben.

Worum es geht
Die Trendanalyse untersucht eine einzelne Entwicklung: Was verändert sich, welche Hinweise belegen das und was könnte das für Menschen, Märkte oder Technologien bedeuten? Ihr Ergebnis ist ein begründeter Trendsteckbrief. Erst der Trendradar führt mehrere dieser Trends zu einer gemeinsamen Übersicht zusammen.
Ordne Reichweite und Entwicklungsebene ein: Mikrotrend, Makrotrend oder Megatrend. Halte außerdem den Zeithorizont und die Bedeutung für deinen Kontext fest. Die Einordnung ist kein Ersatz für Belege.
So funktioniert’s
Das benötigst du: datierte Trendhinweise, nachvollziehbare Quellen und einen klaren Betrachtungskontext.
- 01 · Entwicklung abgrenzen
Beschreibe eine konkrete Veränderungsrichtung statt nur ein Thema zu benennen. Kläre betroffene Menschen, Märkte und den betrachteten Zeitraum.
- 02 · Hinweise und Treiber prüfen
Sammle datierte Hinweise aus mehreren möglichst unabhängigen Quellen. Unterscheide Beobachtungen, mögliche Treiber und vermutete Folgen. Prüfe Gegenhinweise.
- 03 · Reichweite und Bedeutung einordnen
Begründe die Einordnung als Mikro-, Makro- oder Megatrend. Untersuche betroffene Märkte, Kundenaufgaben und Technologien sowie Zeithorizont, Relevanz und Unsicherheit.
- 04 · Steckbrief und Lernschritt festhalten
Fasse die Erkenntnisse im Trendsteckbrief zusammen. Formuliere offene Fragen und einen nächsten Prüfschritt. Übernimm den Trend bei Bedarf in einen Radar mit mehreren Trends.
Direkt anwenden – 10-Minuten-Template
Nutze das Schema für einen ersten Arbeitsstand. Die Prüfung der Quellen und eine gemeinsame Einordnung benötigen zusätzliche Zeit.
Kategorisiere den Trend und begründe die Einordnung mit deinen Beobachtungen. Der fertige Trendsteckbrief enthält alle Angaben für die spätere Zuordnung im Trendradar.
Trend benennen
Ein Trend pro Steckbrief. Halte den Betrachtungskontext kurz fest.
Für den Radar einordnen
Fülle die Angaben für die Radar-Variante aus, die du nutzen möchtest.
Relevanzradar · Märkte, Kunden und Technologien
Relevanz: hoch = direkter Einfluss auf wichtige Kundenaufgaben oder Ziele; mittel = indirekter Einfluss; gering = derzeit wenig Bezug. Als Ring-Skala nutzt du Relevanz oder Zeithorizont. Bei „Anderer Bezug“ benennst du das Segment in deinen Beobachtungen und im Radar gleich.
Themen- und Zeitradar · fünf Themenbereiche
Mikro-, Makro- oder Megatrend beschreibt die Reichweite. Relevanz und Zeithorizont beurteilst du unabhängig davon.
Beobachtungen begründen
Stichpunkte reichen für den ersten Arbeitsstand.
Was verändert sich konkret und in welche Richtung?
Mikro-, Makro- oder Megatrend? Welche Reichweite begründet die Einordnung?
Welche datierten Beobachtungen, Quellen und Gegenhinweise liegen vor?
Wer oder was ist betroffen? Welche Kundenaufgaben könnten sich verändern?
Warum diese Relevanz und dieser Zeithorizont? Welche Unsicherheiten und Gegenhinweise bleiben?
Welche Chancen oder Risiken ergeben sich? Was prüfen wir als Nächstes?
Wie geht es weiter?
Halte das Ergebnis im Trendsteckbrief fest. Vergleiche mehrere untersuchte Trends anschließend im Trendradar.